X 101 mit «neuem» Leiteraufbau um 1969.
© Sammlung Werner Liechti, CH-Rheinfelden
Von der liquidierten Sissach–Gelterkinden-Bahn (SG) konnte die Birseckbahn AG (BEB) im Jahre 1916 den gedeckten Güterwagen K 5 erwerben. Dieses Fahrzeug wurde 1891 von der Maschinenbau-Gesellschaft Basel (MBGB) als offener Güterwagen L 1 erbaut und um 1897 in einen geschlossenen Güterwagen für Posttransporte mit der Bezeichnung K 5 umgebaut.
Zunächst sah man eine Verwendung des K 5 als Hilfswagen vor, um bei Kollisionen, Entgleisungen oder Achsbrüchen das benötigte Material wie Winden, Hebeböcke, Unterlagshölzer usw. rasch zum Ereignisort bringen zu können. Es ist durchaus möglich, dass der bei der BEB zunächst als X 5 (ab 1937 X 101) bezeichnete Wagen eine kurze Zeit lang auch für diesen Zweck genutzt wurde. Durch einen Umbau wurde er anno 1917 schliesslich zum Fahrleitungsmontagewagen
Später wurde eine Schemelvorrichtung zum Heben von Wagen bei Achsbrüchen mitgeführt. Nicht zuletzt deshalb musste der Wagen 1949 verstärkt werden. 1965 erfolgte eine Modernisierung, bei welcher man den alten Leiteraufbau entfernte und die Drehleiter des ausgemusterten X 2206 der Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) aufsetzte. Das Taragewicht erhöhte sich auf 4’000 kg. Die grösste feste Höhe betrug nun 3’000 mm.
Mit der Integration der Birseckbahn AG in die Baselland Transport AG (BLT) ging der X 101 an die neue Gesellschaft über (siehe X 101).
Technische Daten bei Inbetriebsetzung durch BEB:
Typenbezeichnung: X
Anzahl Wagen: 1
Wagennummer: 5 (ab 1937 101)
Im Betrieb als Dienstwagen: 1916 bis 2006
Mechanischer Teil: MBGB
Umbau: BEB
Anschaffungskosten: CHF 900.–
Umbaukosten: k. A.
Länge über alles: 5’750 mm
Breite: ca. 2’200 mm
Grösste feste Höhe: k. A.
Radsatzabstand: 2’500 mm
Bodenfläche: 9,67 m2
Taragewicht: 3’000 kg
Lastgrenze: 5’000 kg
Höchstgeschwindigkeit: 35 km/h
Fahrzeugporträt
X 5 (Fahrleitungsmontagewagen)
→ ex Sissach–Gelterkinden-Bahn (K 5)
→ ab 1937 X 101
Inbetriebsetzung: 1916
Ausmusterung: –
Verbleib: 1974 an BLT (X 101) → 2006 an Bahnmuseum Kerzers → 2017 an Technisches Museum, CZ-Liberec
Zuletzt aktualisiert am 27. April 2026 von Dominik Madörin



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