Nach dem Wechsel des Xe 2/2 112 zur BLT wurde am Wagen nichts verändert. Insbesondere die Initialen der Vorgängergesellschaft blieben bis zuletzt erhalten (Aufnahme 1994).
© Dominik Madörin, CH-Ettingen (Bild-Nr. 62.32)

Im Zusammenhang mit der Fusion der Basler Vorortsbahnen zur Baselland Transport AG (BLT) wechselte 1974 auch der Dienst-Motorwagen Xe 2/2 112 den Eigentümer. Der Wagen der ehemaligen Birseckbahn AG (BEB) entstand anno 1963 durch Umbau des zweiachsigen Personen-Motorwagens Be 2/2 5 aus dem Jahre 1905.

Die BLT hatte kaum Verwendung für das betagte Dienstfahrzeug, so dass der Xe 2/2 112 nur sehr selten zum Einsatz kam und schliesslich um die Jahrtausendwende im Depot Aesch abgestellt wurde.

Die Ausmusterung des sich weitgehend im Zustand von 1905 befindenden Wagens erfolgte 2006. Die BLT stellte sich gegen eine museale Erhaltung in der Region Basel. In der Folge übernahm eine unter der Bezeichnung «Bahnmuseum Kerzers» auftretende Gruppierung den Xe 2/2 und stellte ihn in Kerzers unter freiem Himmel auf. Zehn Jahre lang Wind und Wetter ausgesetzt verfiel der Wagen zusehends, bevor er im Herbst 2017 an das Technische Museum im tschechischen Liberec weitergereicht wurde. Es bleibt zu hoffen, dass er dort endlich die ihm zustehende Konservation und Pflege erhält.

Technische Daten bei Übernahme durch BLT:

Typenbezeichnung: Xe 2/2
Anzahl Wagen: 1
Wagennummer: 112
In Betrieb als Dienstwagen: 1974 bis 2006

Mechanischer Teil: SWS
Elektrische Ausrüstung: EGA
Länge über alles: 8’000 mm
Grösste feste Breite: 2’100 mm
Grösste feste Höhe: 3’380 mm
Radsatzabstand: 2’500 mm
Radsatzfolge: Bo
Dienstgewicht: 10’500 kg
Ladefläche: –
Höchstgeschwindigkeit: 35 km/h

Anzahl Fahrmotoren: 2
Hersteller/Typ: EGA
Stundenleistung: 2 x 35 PS bzw. 2 x 26 kW
Übersetzungsverhältnis: k. A.

Bremsen:  elektrische WiderstandsbremseHandbremse, Einrichtungen für Anhängewagen-Solenoidbremse

Fahrzeugporträt

Xe 2/2 112

→ ex Birseckbahn AG (Xe 2/2 112)

Übernahme: 1974
Ausmusterung: 2006 (ab ca. 2000 remisiert)

Verbleib: an Bahnmuseum Kerzers → 2017 an Technisches Museum, CZ-Liberec