Um 1975 stehen die beiden Swissair-Busse Nrn. 4 und 5 vor dem Terminal der Fluggesellschaft beim Bahnhof SBB. Im Vergleich zu anderen Aufbauten auf Büssing-Fahrgestellen jener Zeit wirken die kantigen Karosserien von Eggli in Lausanne auch heute noch ausgesprochen modern!
© Sammlung Dominik Madörin, CH-Ettingen (Bild-Nr. –)

Für die Beförderung der Flugpassagiere zu und von den Landesflughäfen der Schweiz wurden bereits kurze Zeit nach deren Eröffnung Zubringerlinien eingerichtet. Die Swissair als Konzessionsinhaberin beauftragte anfänglich Dritte mit dem Betrieb dieser Buslinien.

Der erste Basler Flugplatz für Linienflugzeuge befand sich auf dem Sternenfeld in Birsfelden. Die Flugplatz-Genossenschaft Aviatik beider Basel (FG Aviatik) besorgte den Transport der Fluggäste mit eigenen Fahrzeugen.

1946 konnte nach bemerkenswert kurzer Bauzeit – in nur zwei Monaten entstanden eine 1’270 m lange und 40 m breite Piste sowie mehrere einfache Dienstgebäude – der auf französischem Territorium liegende Flughafen Basel-Mulhouse eröffnet werden. Nachdem 1952 Flughafenstrasse und Zollfreistrasse fertiggestellt waren, beauftragte die Swissair den bekannten Basler Fuhrhalter Settelen mit dem Transport der Flugpassagiere zwischen dem Swissair-Stadtterminal beim Bahnhof SBB und dem neuen Flughafen. Auch die Firma Scheidegger soll beteiligt gewesen sein.

1971 nahm die Swissair den Transport ihrer Kunden selbst in die Hand, wofür zwei Autobusse von Genf nach Basel versetzt wurden. Es handelte sich dabei um die 1966 beschafften Wagen 4 und 5 vom Typ Büssing Konsul 11 mit Aufbauten von Eggli in Lausanne. 1980 beauftragte die Swissair den Postautodienst der PTT mit dem Betrieb ihrer Linie. Etwa in die gleiche Zeit fiel auch die Ablösung der Büssing-Busse durch Saurer 5DUK58 der Swissair, welche in Zürich aufgrund der Eröffnung des Flughafenbahnhofs frei geworden waren. Ab 1982 verkehrten gelbe Reisewagen der PTT.

Eine Tarifgemeinschaft mit den Basler Verkehrs-Betrieben (BVB) bestand nicht; eine einfache Fahrt vom Bahnhof SBB zum Flughafen kostete mit fünf Franken deutlich mehr, als sich der normale Basler Tram- oder Busfahrgast gewohnt war. Die BVB-intern als Linie 51 geführte und unter dieser Nummer im Fahrplan erwähnte Express-Verbindung bediente unterwegs offiziell keine weiteren Haltestellen. Wer sich mit dem Chauffeur gut verstand, konnte allerdings beim Kannenfeldplatz zu- oder aussteigen.

Die Parallelführung zur Buslinie 50 der BVB ab Kannenfeldplatz erwies sich je länger je mehr als volkswirtschaftlicher Unsinn. Hinzu kam, dass die spärlich verkehrende Linie 50 insbesondere den Bedürfnissen von Angestellten flughafennaher Firmen nie gerecht werden konnte. Es lag daher nahe, die beiden Buslinien zusammenzulegen, Betriebszeiten und Takt zu verbessern sowie den Tarif anzupassen. Vom 31. Oktober 1982 an verkehrte die ehemalige Swissair-Zubringerlinie offiziell als Linie 50 vom Bahnhof SBB zum Flughafen.

Linienführung

1956 bis 1982: Flughafen (EuroAirport)–Kannenfeldplatz–Bahnhof SBB