B 54 vor dem letzten Umbau für den Einsatz in Pendelzügen. Aufnahme vom 24. Februar 1965 in Ettingen.
© Werner Liechti, CH-Rheinfelden 

Im Jahre 1925 bestellte die Birsigthalbahn AG (BTB) vier Anhängewagen C4 51 bis 54. Ende 1931 gab die Bahn nochmals zwei gleichartige Fahrzeuge in Auftrag (C4 55 und 56). Lieferantin war in beiden Fällen die Schweizerische Wagons- und Aufzügefabrik AG in Schlieren.

Bei den C4 51 bis 54 bzw. 55 und 56 handelte es sich im Wesentlichen um Nachbauten der 1910 beschafften C4 47 bis 50, mit welchen man sehr gute Erfahrungen gemacht hatte. Die Wagenkästen wurden gegenüber den den C4 47 bis 50 jedoch verstärkt und wirkten weniger filigran. Sie präsentierten sich von Anfang an im bekannten, blau-weissen Anstrich.

Deutliche Verbesserungen erfuhren die Drehgestelle. Sie verfügten nun über einen Radsatzabstand von 1’500 mm (gegenüber 1’200 mm bei den C4 47 bis 50), besassen aber nach wie vor nur eine einstufige Federung. Als Federn wirkten bei den C4 51 bis 54 Blattfedern und bei den C4 55 und 56 Schraubenfedern 1). Erst 1960 wurde mit dem Einbau von Pedelwiegen eine zweite Abfederungsstufe realisiert.

Technische Daten bei Inbetriebsetzung:

Typenbezeichnung: C4
Anzahl Wagen: 6
Wagennummern: 51 bis 54, 55 und 56
Im Linienbetrieb: 1926 bis 1984

Erbauer: SWS
Umbau: BTB
Anschaffungskosten/Wg.: CHF 31’225.– (C4 51 bis 54), ca. CHF 36’626.– (C4 55 und 56)
Länge über alles: 15’020 mm
Grösste feste Breite: 2’400 mm
Höhe über alles: 3’600 mm
Radsatzabstand im Drehgestell: 1’500 mm
Drehgestellmittenabstand: 10’800 mm
Taragewicht: 14’000 kg
Sitz-/Stehplätze: 56/30
Höchstgeschwindigkeit: k. A.

Bremsen: Vakuumbremse, mechanische Handbremse

In den Sechzigerjahren beabsichtigte die BTB, die Anhängewagen in Pendelzügen mit den neu beschafften ABe 4/4 11 bis 16 bzw. den Bt 21 bis 27 weiterzuverwenden. Die dafür nötigen, zwischen 1966 und 1970 vorgenommenen Änderungen umfassten die Montage von BSI-Kupplungen. Die Schiebetüren auf den Plattformen erhielten einen elektro-pnuematischen Antrieb sowie neue Gitterrost-Trittbretter mit Elektrokontakten. Blechschürzen verliehen den Fahrzeugen ein moderneres, zum neuen Rollmaterial besser passendes Aussehen und eine leichte Aufpolsterung der Holzbänke erfreute die Fahrgäste. In diesem Zustand gingen alle sechs Wagen 1974 an die Baselland Transport AG (BLT) über [siehe B 51–54, 55–56].


1) Die B 53 und 55 tauschten später ihre Drehgestelle.

Spätere Änderungen (Auswahl):

  • 1951: Einbau Charmilles-Druckluftbremse
  • 1953–1956: Verbesserte Beleuchtung, Modernisierungen im Innenraum
  • 1958: +GF+-Kupplungen

Fahrzeugporträts

C4 51

→ ab 1956 B4 51

Inbetriebsetzung: 17.07.1926
Ausmusterung: –

Verbleib: an BLT (B 51) → 28.09.1984 ausgemustert → 1987 an Märkische Museums-Eisenbahn, DE-Altena → 1995 an Brohltalbahn, dort Wagenkasten abgebrochen → 2008 Untergestell in die Niederlande weiterveräussert

1969: Anpassungen an Pendelzugbetrieb

C4 52

→ ab 1956 B4 52

Inbetriebsetzung: 17.07.1926
Ausmusterung: –

Verbleib: an BLT (B 52) → 28.09.1984 ausgemustert → 12.1984 an Tramclub Basel  → 1992 an Ecomusée d’Alsace → 2012 an Pro BTB

1969: Anpassungen an Pendelzugbetrieb

C4 53

→ ab 1956 B4 53

Inbetriebsetzung: 07.1926
Ausmusterung: –

Verbleib: an BLT (B 53) → 28.09.1984 ausgemustert → 12.1984 an Kreisschule Bättwil

1970: Anpassungen an Pendelzugbetrieb