BCe 4/4 1 und 3
Kollision der BCe 4/4 1 und 3 am 13. Mai 1951 bei Ettingen. Der BCe 4/4 1 musste in der Folge abgebrochen werden.
© Sammlung Tramclub Basel
1896

Verschiedene Unfälle

Im Jahre 1896 waren verschiedene schwere, von Drittpersonen verursachte Unfälle zu verzeichnen. Dabei kamen ein betrunkener Passant und ein Knabe ums Leben. Das Bahnpersonal traf keine Schuld.

10.02.1904

Flühen: Wagen entlaufen

Beim Rangieren in Flühen (heute: Flüh) machte sich abends um 22 Uhr ein vierachsiger Anhänger selbständig und fuhr innert 10 Minuten (!) die abfallende Strecke bis zur Heuwaage. Dort überquerte er das Tramgeleise zum Auberg und rammte einen Limonadenkiosk. Minuten vorher hatte der Kastanienbrater dieses Häuschen verlassen. Glücklicherweise kam es auf der langen Fahrt zu keinerlei sonstigen Kollisionen, auch eine unfreiwillig mitfahrende Frau aus Witterswil blieb unbeschadet. Sie wunderte sich lediglich, dass kein Kondukteur nach dem Billet fragte und der Zug ohne je anzuhalten derart schnell fuhr.

29.05.1910

Bottmingen: Frontalkollision

Aufgrund einer nicht abgewarteten Keuzung kam es rund 150 m oberhalb der Station Bottmingen zu einem Zusammenstoss der BCe 4/4 4 und 6. Dabei wurden 22 Reisende und drei Angestellte verletzt. Der Sachschaden war bedeutend.

1920

Kollision mit Lastwagen

Ein mit Backsteinen beladener Lastwagen steiss mit einem Zug der BTB zusammen. Dabei wurde eien Person getötet und es entsand hoher Sachschaden.

19.08.1924

Basel: Wagen umgekippt

Bei der Einfahrt in die Station Heuwaage entgleiste der letzte Wagen eines Zuges und kippte um. Personen kamen keine zu schaden. Ebenso war der Sachschaden gering.

24.07.1938

Therwil: Kollision mit Autocar

Bei einer Kollision mit einem elsässischen Autocar in Therwil wurde der BCe 4/4 4 erheblich beschädigt. Er konnte jedoch in eigener Werkstätte wieder instand gesetllt werden.

13.05.1951

Therwil–Ettingen: BCe 4/4 1 gegen BCe 4/4 3

Der von Basel kommenden BTB-Zug bestand aus dem Motorwagen BCe 4/4 3 und war nur mit Wagenführer, Billeteur und einer Frau mit Kind besetzt. Von jemandem abgelenkt, gab der Kondukteur in Therwil an diesem Pfingstsonntagmorgen das Abfahrtszeichen, obwohl er hätte den Gegenzug abwarten müssen. Dieser Gegenzug, geführt vom BCe 4/4 1, war mit Wagenführer, Billeteur und acht weiteren Personen besetzt. Weil die Fahrgäste kein Kleingeld hatten und der Billeteur in Ettingen hatte Geld wechseln müssen, war dieser Gegenzug etwas verspätet. Zwischen Therwil und Ettingen wurde gegen 40 km/h gefahren. Bei Nebel sahen sich die beiden Wagenführer erst im letzten Moment vor der sehr heftigen Frontalkollision. Die beiden Motorwagen schoben sich ineinander hinein, bis sich die beiden vorderen Drehgestelle berührten. Der Wagenführer des Gegenzugs und zwei Fahrgäste wurden schwer, die anderen Insassen leicht verletzt. Der BCe 4/4 1 wurde nicht mehr repariert. (Quelle: Zeitungsausschnitte)

01.–02.01.1953

Oberwil: Grossbrand im BTB-Depot

Bei einem Depotbrand in Oberwil in der Nacht nach Neujahr 1953 erlitten viele BTB-Fahrzeuge Totalschaden (BCe 4/4 4, 6, Xe 2/2 202 , C4 50, BC4 31, BC4 32 und C 16). Lediglich der ebenfalls stark beschädigte, fabrikneue Motorwagen BCe 4/4 9 wurde wieder repariert und von anderen Bahnen Ersatzfahrzeuge angekauft. Als Brandursache wurde ein Kurzschluss in der Werkstätte vermutet.

22.05.1955

Ettingen: Motorwagen entlaufen

Der BCe 4/4 9 fährt führerlos von Ettingen zur Bottmingemühle, wo er angehalten werden konnte.

05.11.1964

Binningen: Flankenfahrt

Zwischen einem vom BCe 4/4 6 angeführten Zug und dem letzten Anhängewagen eines entgegenkommenden Zuges ereigente sich um 13:17 Uhr unmittelbar unterhalb der Station Binningen eine Flankenfahrt. Es enstanden erhebliche Schäden.

05.01.1971

Bottmingen: Frontalkollision

Weil der stadtauswärts fahrende BTB-Zug in Bottmingen den Gegenzug nicht abgewartet hatte und in die Einspurstrecke einfuhr, kam es kurz nach Mittag beim Bottminger Schloss zu einer heftigen Frontalkollision mit dem entgegenkommenden Zug (ABe 4/4 8 gegen ABe 4/4 16). 21 Personen wurden verletzt, der Sachschaden war sehr hoch.