Das Infrastrukturzentrum Münchensteinerstrasse ist eingeklemmt zwischen SBB-Juralinie (vorne) und dem SBB-Unterhaltszentrum für Reisezugwagen (hinten). Aufnahme vom Juni 2018.
© Dominik Madörin, CH-Ettingen (Bild-Nr. D8B_6214)

Ein veralteter Maschinen- und Anlagenpark, enge Platzverhältnisse, viele unüberdachte Arbeitsbereiche und die Aufteilung auf verschiedene Standorte veranlassten die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB), ihren Bereich Infrastruktur an einem neuen Standort zusammenzufassen. So erfolgte am 7. November 2013 die Grundsteinlegung für das neue Infrastrukturzentrum Münchensteinerstrasse.

Das Infrastrukturareal für der BVB liegt an zentraler Lage unweit des Tramdepots Dreispitz, jedoch eingeklemmt und nicht ausbaufähig zwischen SBB-Juralinie und dem SBB-Unterhaltszentrum für Reisezugwagen. Dennoch verfügt das Areal über keinen Anschluss ans Normalspur- oder ans Basler Tramnetz – sämtliches Material inklusive neuer Schienen wird auf dem Strassenweg angeliefert!

Das Werkareal gliedert sich in die drei Teilbereiche

  • Werkstattgebäude
  • Gleisaufbereitung
  • Freilager

Kernelement bildet das im Erdgeschoss mehrheitlich in anthrazitfarbenem Metall und oberhalb davon in beigem Abrieb gehaltene Betriebsgebäude. In dessen Erd- und Untergeschoss befinden sich mehrere Lagerbereiche, überdachte Abstellflächen für den umfangreichen Strassenfahrzeugpark, Werkstätten, Technikräume und eine Garderobenanlage für die Mitarbeiter. Das Obergeschoss bietet zusammen mit dem Zwischengeschoss grosszügige Büroflächen für die verschiedensten Abteilungen der BVB an. Zoniert wird das Grossraumbüro durch abgeschlossene Sitzungszimmer, Lagerräume und ein Atrium. Der Aufenthaltsraum mit Küche rundet das Angebot im Werkstattgebäude ab. Eine Holz-Deckenkonstruktion trägt zur guten Arbeitsatmosphäre bei.

In der Stahlbauhalle werden Gleise, Kreuzungen und Weichen gefertigt und für den späteren Einbau auf der Strecke vorbereitet. Beidseitig dieser Halle unterstützen Aussenkran-Anlagen den Betrieb.

Die Anlage kostete rund 27,5 Millionen Franken und wurde aus BVB-eigenen Mitteln finanziert. Der Bezug erfolgte ab dem zweiten Quartal 2015.