Am 27. Juli 1964 biegt der von der Mrkthalle her kommende, frisch revidierte Be 2/2 169 mit dem B3 1312 demnächst in die Güterstrasse ein.
© Sammlung Dominik Madörin, CH-Ettingen (Bild-Nr. 73.179)

Am 15. Mai 1930 konnten die Basler Strassenbahnen (B.St.B.) die neue Strecke vom Bruderholz durch die Wolfschlucht zum Tellplatz in Betrieb nehmen. Sie wurde von der neu geschaffenen Linie 16 befahren, welche das Bruderholz vom Badischen Bahnhof her via Heuwaage–Bruderholzstrasse erreichte. Gleichzeitig richteten die B.St.B. eine neue Linie 26 ein. Sie war als Verstärkung des 16ers vorgesehen und bediente dieselbe Strecke, wendete in der Regel aber bereits am Fusse der «Basler Alp» über den Gleiswechsel bei der Bruderholzstrasse.

Der 26er war bis 1968 Teil des Linienkonzepts für die Erschliessung des Bruderholz. Um 1959 erreicht der Be 2/2 175 demnächst den Linienendpunkt beim Jakobsberg.
© Sammlung Dominik Madörin, CH-Ettingen

Am 1. September 1939, dem Tag der Generalmobilmachung in der Schweiz, stellten die B.St.B. den Betrieb sämtlicher Ergänzungs- und Zusatzlinien und somit auch des 26ers ein. Einer der Gründe hierfür war unter anderem eingezogenes Fahrdienstpersonal sowie die Absehbarkeit rückläufiger Fahrgastzahlen. Erst nach Ende des Zweiten Weltkriegs fuhr wieder ein 26er, nun jedoch als Verstärkungslinie zwischen Leimgrubenweg und der St. Louis Grenze.

Von 1949 bis 1968 bestand ein optimales und beliebtes Konzept von Linienführungen für die Bedienung des Bruderholz: Die Linien 5 und 15 führten von der St. Louis Grenze her in das südliche Stadtquartier, die Linien 16 und 26 hatten ihren Ausgangspunkt bei der Mustermesse. Während der 26er den längeren Weg via Jakobsberg wählte – und bis 1962 auch dort wendete –, bog der 16er beim Tellplatz ab und nahm die Abkürzung durch die Wolfschlucht.

Per 1. April 1968 vereinfachten die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) das Linienkonzept und aus der Linie 26 wurde bei unveränderter Linienführung die Linie 16. Das Kopfschild «26» verschwand, fand aber bis etwa Ende der Siebzigerjahre noch für Einsatzkurse Verwendung.

Nach 1968 verwendeten nur noch einzelne Einsatzkurse das Kopfschild «26», wie im Juni 1978 dieser in der Güterstrasse aufgenommene Zug.
© Sammlung Dominik Madörin, CH-Ettingen

Linienführung

15.05.1930 bis 21.05.1932: Bruderholzstrasse–Heuwaage–Schifflände–Claraplatz–Badischer Bahnhof

22.05.1932 bis 28.09.1939: [Bruderholz–] Bruderholzstrasse–Heuwaage–Schifflände–Claraplatz–Landesgrenze Riehen (Riehen Grenze)

07.05.1945 bis 30.09.1945: Leimgrubenweg–Heuwaage–Schifflände–St. Louis Grenze

01.10.1945 bis 17.05.1949: Jakobsbergerhölzli (Jakobsberg)–Heuwaage–Schifflände–St. Louis Grenze

18.05.1949 bis 14.10.1955: Jakobsbergerhölzli (Jakobsberg)–Heuwaage–Schifflände [–Claraplatz–Mustermesse (Messeplatz)]

15.10.1955 bis 16.10.1960: Jakobsberg–Heuwaage–Schifflände [–Claraplatz–Mustermesse (Messeplatz)–Eglisee/Riehen Dorf]

17.10.1960 bis 21.10.1962: Jakobsberg–Heuwaage–Schifflände [–Claraplatz–Mustermesse (Messeplatz)]

22.10.1962 bis 31.03.1968: Bruderholz–Jakobsberg–Heuwaage–Schifflände–Claraplatz–Mustermesse (Messeplatz)

Aktualisiert am