Bauwerkstätte Dreispitz, Schienenlagerplatz und Werkstattgebäude (April 2014).
© Dominik Madörin, CH-Ettingen (Bild-Nr. DFC_0941)

Die Bahnbauabteilung der Basler Strassenbahnen (B.St.B.) war anfänglich grösstenteils dem Depot Allschwilerstrasse angegliedert. 1922 pachteten die B.St.B. südöstlich des Tramdepots Dreispitz ein Grundstück zwecks Nutzung als Lagerplatz. Die dicht daran vorbeiführende, normalspurige Dreispitzbahn konnte für die Anlieferung von Schienen und Baumaterial herangezogen werden. Ein durch die Depotrückwand hindurchgeführtes, meterspuriges Anschlussgleis ans Tramnetz erleichterte den zuvor mittels Pferdefuhrwerken durchgeführten Weitertransport des Materials zu den Baustellen enorm.

1949–50 errichteten die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) östlich des Depots Dreispitz eine neue, zentrale Oberbauwerkstätte. Der freiwerdende Raum in den Depots konnte so für die Remisierung von neu abgeliefertem Rollmaterial verwendet werden.

Bauwerkstätte Dreispitz

Skizze der Bauwerkstätte Dreispitz um 1960.
© BVB (Sammlung Dominik Madörin, CH-Ettingen)

Die neue Bauwerkstätte umfasste verschiedene Lagerplätze, Magazine und ein Werkstatt-/Bürogebäude. Zudem wurde eine Einrichtung für den Schlammablad der Schienenreinigungsfahrzeuge geschaffen. Ein neues, meterspuriges Anschlussgleis wurde derart angelegt, dass An- und Abtransport von Strassenbahn-Rollmaterial über das Gleis der Dreispitzbahn möglich wurden.

Bauwerkstätte Dreispitz, Überblick Schienenlagerplatz (April 2014).
© Dominik Madörin, CH-Ettingen (Bild-Nr. DFC_0939)

Ein veralteter Maschinen- und Anlagenpark, zunehmend enger werdende Platzverhältnisse, viele unüberdachte Arbeitsbereiche und die Aufteilung auf verschiedene Standorte veranlassten die BVB, den Bereich Infrastruktur an einem einzigen Standort zusammenzufassen und die alte Bauwerkstätte aufzugeben. Dieser Schritt konnte 2015 vollzogen und eine neue Werkstätte auf dem Gelände des ehemaligen Bahnhof-Kühlhauses bezogen werden. Die alte Bauwerkstätte wurde in der Folge 2016 zurückgebaut.