Baselland

Tramlinie 11

Kurze Zeit, nach dem von den eidgenössischen Räten die Konzession zum Bau und Betrieb einer elektrischen Strassenbahn zwischen dem Ruchfeld und Aesch vorlag, konstituierte sich am 25. März 1906 die Trambahngesellschaft Basel–Aesch AG (TBA). Bereits eineinhalb Jahre später, am Samstag, dem 7. Dezember 1907 konnte der Betrieb zwischen Aeschenplatz und Aesch aufgenommen werden.

Linienführung und -nummerierung Tram

Als Fahrgast, Wagenführer oder Bus-Chauffeur macht man sich im Alltag wohl kaum Gedanken über Liniennummerierungen. Allzu sehr prägt man sich solche Bezeichnungen einfach ein, ohne von sich aus deren Ursprüngen nachzusinnen. Tatsächlich beruht die Nummerierung der Linien des öffentlichen Verkehrs in und um Basel keineswegs auf reiner Willkür.

Ganzwerbewagen

Werbung in oder an Fahrzeugen des öffentlichen Verkehrs ist keine Erfindung der jüngeren Zeit. Bereits vor über einhundert Jahren kam Werbung an Fenstern (zunächst aus bedrucktem Papier, später mit Folie) und im Innenraum (Plakate) auf. Als Ganzwerbewagen oder Vollwerbewagen (engl.: Full Branding) werden Fahrzeuge des öffentlichen Verkehrs bezeichnet, deren Aussenlackierung grösstenteils in von den Hausfarben des Halters abweichenden Farben gehalten sind, um so in Verbindung mit zusätzlichen Bild- und/oder Textelementen gezielt (Werbe-)Botschaften zu übermitteln beziehungsweise um die Aufmerksamkeit aus anderen Gründen auf das Fahrzeug zu lenken.

Be 4/4 «Muni» / Be 4/4 3000 «Munico»

Die Entwicklung der heute in grösserer Stückzahl in Zürich vorhandenen Niederflur-Multigelenkwagen Be 5/6 «Cobra» geht auf Ende der Achtzigerjahre zurück. Das erste fertige «Cobra» konnte allerdings erst im Juni 2001 der Öffentlichkeit präsentiert werden. Technische Schwierigkeiten und die grundlegenden Veränderungen bei der schweizerischen Rollmaterialindustrie führten zu dieser langen Entwicklungszeit.

Eisenbahn 82

Im Herbst 1982, genauer vom 23. Oktober bis am 7. November, fand in Basel die Eisenbahnfachmesse und -publikumsschau «Eisenbahn 82» statt. Veranstalter war die Schweizer Mustermesse (MUBA) in Verbindung mit den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), den deutschen und französischen Staatsbahnen, dem Verband Schweizerischer Transportunternehmungen des Öffentlichen Verkehrs (VST) sowie dem Internationalen Eisenbahnverband (UIC).

Div. Schienenfahrzeuge (Gastfahrzeuge)

Zwischendurch trifft man auf dem Schienennetz der Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) oder der Baselland Transport AG (BLT) Fahrzeuge anderer Betriebe an. Neben «richtigen» Strassenbahnwagen, welche zur Personenbeförderung geeignet sind und separat vorgestellt werden, handelt es sich meist um Fahrzeuge von Gleisbau- oder Fahrleitungsbaufirmen.

Auto- und Trolleybusse (Gastfahrzeuge)

Immer wieder kommt es vor, dass bei den Basler Verkehrs-Betrieben (BVB) oder bei der Baselland Transport AG (BLT) Fremdfahrzeuge zu Gast sind. Dabei handelt es sich meist um Busse anderer Betriebe oder um Vorführfahrzeuge der Industrie, welche über einen kürzeren oder längeren Zeitraum erprobt werden, ohne in den eigenen Fahrzeugbestand aufgenommen zu werden.

B 1416–1435, 1436–1455, 1456–1475, 1476–1506

Zwischen 1961 und 1972 nahmen die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) insgesamt 91 vierachsige, in vier Teilserien gelieferte Anhängewagen in Betrieb, die als gemeinsames Merkmal über luftgefederte Drehgestelle und Scheibenbremsen verfügten. Damit und mit ihrem moderneren Intérieur unterschieden sich die Grossraumwagen mit den Nummern 1416–1506 deutlich von den B 1401–1415 aus den Jahren 1947–48.

C4 1401–1415

In den Vierzigerjahren bestand bei den damaligen Basler Strassenbahnen (B.St.B.) nicht nur ein Mangel an modernen Motorwagen, der zur Beschaffung der Ce 4/4 401–422 führte, sondern auch an Anhängewagen. Überdies waren die vorhandenen Zwei- und Dreiachser für Geschwindigkeiten bis zu 60 km/h, die sich mit den neuen Motorwagen erreichen liessen, nicht geeignet. Deshalb mussten 15 passende Grossraum-Anhängewagen beschafft werden.

Be 4/6 603–622, 623–658 DÜWAG

In den Jahren 1961 bzw. 1962 kamen in Basel mit den Be 4/6 601 und 602 die beiden ersten Gelenk-Motorwagen in Betrieb. Diese beiden dreiteiligen Prototypen aus rein schweizerischer Fertigung erwiesen sich als störungsanfällig und waren oft Gäste in der Hauptwerkstätte Klybeck der Basler Verkehrs-Betriebe (BVB).

Xe 2/2 112

Der Ce 2/2 5 war ab 1944 der einzige verbliebene Zweiachs-Motorwagen der Birseckbahn AG (BEB). Alle anderen Motorwagen sind zu Dreiachsern umgebaut worden. Das Fahrzeug fand in den folgenden Jahren praktisch ausschliesslich für bahninterne Zwecke Verwendung. Es erhielt die entsprechende Dienstwagen-Bezeichnung Xe 2/2 112 und den für die BEB typischen, roten Dienstwagenanstrich jedoch erst Ende 1963.

X 5

Von der liquidierten Sissach–Gelterkinden-Bahn (SG) konnte die Birseckbahn AG (BEB) im Jahre 1916 den gedeckten Güterwagen K 5 erwerben. Dieses Fahrzeug wurde 1891 von der Maschinenbau-Gesellschaft Basel (MBGB) als offener Güterwagen L 1 erbaut und um 1897 in einen geschlossenen Güterwagen für Posttransporte mit der Bezeichnung K 5 umgebaut.

S0 6

Von der liquidierten Sissach–Gelterkinden-Bahn (SG) konnte die Birseckbahn AG (BEB) im Jahre 1916 den gedeckten Güterwagen K 5 erwerben. Dieses Fahrzeug wurde 1891 von der Maschinenbau-Gesellschaft Basel als offener Güterwagen L 1 erbaut und um 1897 in einen geschlossenen Wagen für Posttransporte mit der Bezeichnung K 5 umgebaut.

X 103

Die drei Anhängewagen C 61–63, welche die Birseckbahn AG (BEB) 1918 von der ehemaligen Strassenbahn Schwyz–Seewen übernommen hatte und bei der Schweizerischen Industrie-Gesellschaft in Neuhausen (SIG) umbauen liess, beendeten ihre Karriere als Dienstwagen. Der C 63 wurde zum Fahrleitungs-Montagewagen und bekam die neue Bezeichnung X 103.

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