Autelca B-8020 und B-8021
Um rund die Hälfte der dreistufigen Billettausgabe- und Entwertungsautomaten SADAMEL / Autelca BE 1-3 bzw. BEM aus den Jahren 1968 bis 1971 ersetzen zu können, leiteten die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) Mitte der Achtzigerjahre die Beschaffung neuer Geräte ein. Dies geschah, obwohl nach der Einführung des Umweltschutz-Abonnements per 1. Februar 1984 bereits ein Rückgang der Einnahmen aus dem Bartarif festgestellt werden konnte.
Autelca BE-40/RS
Für den geplanten TARIFVERBUND BASEL war die Entwicklung eines neuen Tarifsystems erforderlich. Allerdings waren keine Billettautomaten vorhanden, welche Fahrausweise mit mehr als nur drei Tarifstufen ausgeben konnten. Anstelle eines Umbaus alter dreistufiger Geräte wurden an fünfzig Haltestellen neue, verbundtaugliche Automaten für Reisen ins Umland aufgestellt. Lediglich die Firma Autelca AG aus Gümligen verfügte über ein Gerät, welches mit geringen Anpassungen für die Region Basel geeignet war.
SADAMEL / Autelca BEM
Im Zuge der Umstellung auf billeteurlosen Betrieb beschafften die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) neben 410 einfachen Billettausgabe- und Entwertungsautomaten des Typs SADAMEL / Autelca BE 1-3 auch 55 sogenannte «Abonnement-Automaten» des Typs BEM desselben Hersteller-Konsortiums. Diese verfügten zusätzlich zu den gewöhnlichen Billettausgabe- und Entwerterfunktionen über die Möglichkeit, Mehrfahrtenkarten sowie Tageskarten auszugeben. Der Begriff «Abonnement» für Mehrfahrtenkarten war seinerzeit noch durchaus gebräuchlich.
SADAMEL / Autelca BE 1-3
Nach dem getroffenen Grundsatzentscheid der Basler Verkehrs-Betriebe (BVB), zum sogenannten integralen Einmannbetrieb, also zur vollständigen Abschaffung der Billeteure und Einführung der Selbstbedienung durch Fahrgäste mittels Billettausgabe- und Entwertungsautomaten, überzugehen beschäftigte man sich mit der Beschaffung geeigneter Geräte. Ein von den Firmen SADAMEL S.A., La Chaux-de-Fonds und Autelca AG, Gümligen vorgestellter Apparat mit eingebautem Entwerter hinterliess den besten Eindruck.
Billettausgabe- und Entwertungsautomaten
Die Nahverkehrsbetriebe beinahe jeder grösseren Stadt in der Schweiz entwickelten sich im Laufe der Jahre zu personalintensiven Unternehmen. Dementsprechend gross fiel der Anteil der Personalkosten an den Betriebsausgaben aus. Die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) sahen sich gezwungen, Rationalisierungsmassnahmen einzuleiten. Diese umfassten in erster Linie den Übergang zum intergralen Einmannbetrieb, also der vollständigen Abschaffung der Billeteure verbunden mit der Einführung der Selbstbedienung für Fahrgäste mittels Billettausgabe- und Entwertungsautomaten.
Der Billeteur
«Billje gfelligscht!», schlicht «Gfelligscht», schnodderig «Billgscht!» oder pseudo-hochdeutsch «Billiett gefellig!». So tönte es jeweils durch den Wagen. Nur nicht mehr ganz junge Leute werden ihn noch verschwommen in Erinnerung haben: den Billeteur! Von 1895 bis 1970 war dieser in den grünen Drämmli, aber auch in den Auto- und Trolleybussen der [glossary_exclude]Basler Strassenbahnen[/glossary_exclude] (B.St.B.) bzw. den nachmaligen Basler Verkehrs-Betrieben (BVB) präsent und kam stets pflichtbewusst seinen Aufgaben nach.
Der Basler Trolleybusbetrieb
Nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs musste der Betrieb der Autobuslinie A auf den Abschnitt Claraplatz–Solitude (heute Tinguely Museum) verkürzt werden. Die Linie C wurde gar gänzlich eingestellt. Ende 1940 führte die ungenügende Versorgung der Schweiz mit Brenn- und Treibstoffen gar zu einem Beschluss des Bundesrats, der das Eidgenössische Post- und Eisenbahndepartement ermächtigte, jedem Unternehmen mit Autobusverkehr weitgehende Betriebsbeschränkungen aufzuerlegen. Im Vorgriff auf mögliche Massnahmen in dieser Richtung entschlossen sich die B.St.B. 1941 dazu, die Linie B auf Holzgasbetrieb umzustellen und es bei der Linie A mit einem Trolleybusbetrieb zu versuchen.
Ganzwerbewagen Anhängewagen BLT
1990 entliess die Baselland Transport AG (BLT) das berühmte rosarote Sparschwein (B3 1338) auf die Schienen und provozierte so prompt eine weltweite Diskussion für und wider Werbefahrzeuge.
Ganzwerbewagen Bus BVB
Erster Autobus der Basler Verkehrs-Betriebe (BVB), welcher nicht im herkömmlichen Grün verkehrte, war der 2008 anlässlich einer BVB-Publikumsveranstaltung in der Garage Rankstrasse umgestaltete Wagen 736 («Moolbus»).
Farbgebung: Warum sind die Basler Drämmli grün?
Dass die Basler Strassenbahnwagen schon 1895 eine grüne Farbgebung hatten, steht ausser Zweifel. Abweichend davon waren die Sommer-Anhängewagen anfänglich «in Holzmaserung gestrichen» (vermutlich ein Gelbbraunton). Die oft gehörten Aussagen, die Farbe Grün sei rein zufällig, da die ersten Basler Tramwagen ursprünglich für die Stadt Waldenburg in Schlesien (heute polnisch Walbrzych) bestimmt gewesen seien, oder die Farbe Grün sei erst 1897 mit dem Musterwagen Ce 2/2 50 eingeführt worden, gehören ein für allemal ins Reich der Märchen und sind klar widerlegbar.
Wappen, Signete und Logos auf Fahrzeugen
Im Laufe der Zeit haben sich sowohl die Bemalung der Fahrzeuge der Basler Strassenbahnen (B.St.B.) bzw. der Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) als auch die auf den Wagen angebrachten Wappen und Signete stark verändert. Einzig an der grünen Grundfarbe hält man in Basel seit 1895 fest, wobei der Farbton oftmals wechselte.
Trolleybuslinie 34
Die vergleichsweise kurze, 1948 neu eingerichtete Autobuslinie 34, welche das Hirzbrunnen-Quartier erschloss und ihren Ausgangspunkt beim Claraplatz hatte, verzeichnete im Laufe der Zeit einen markanten Zuwachs im Fahrgastaufkommen. Dies rechtfertigte 1956 deren Umstellung auf Trolleybusbetrieb.
Trolleybuslinie 33
Nach der Umstellung des westlichen Segments der Strassenbahn-Ringlinie 2 im Jahre 1966 ersetzten zunächst die Autobusse der verlängerten Linie 33 die Tramwagen auf dem Abschnitt Schützenhaus–Badischer Bahnhof.
Trolleybuslinie 31
Die 1948 aus der Linie A hervorgegangene Trolleybuslinie 31 erfuhr in den sechzig Jahren ihres Bestehens keinerlei Änderungen in der Linienführung. Der 31er wurde als «Hörnlibus» zum Inbegriff des Friedhofzubringers mit Ausgangspunkt beim Claraplatz.
Trolleybuslinie A
Die stete Verknappung von flüssigen Treibstoffen während der Kriegsjahre führte zur Umstellung der Autobuslinie A auf elektrischen Betrieb. Nach der Installation einer zweipoligen Fahrleitung fuhr am 31. Juli 1941 der erste Basler Trolleybus vom Claraplatz zum Hörnli.
Linienführung und -nummerierung Trolleybus
Die erste Basler Trollybuslinie enstand 1941 aus der Autobuslinie A und übernahm auch deren interene Linienbezeichnung A. Wie bei den Autobussen schilderten auch die Trolleybusse bis 1948 jedoch lediglich das Endziel ohne Linienbezeichnung.
Autobuslinien 34 und 34E
Im Jahre 1948 richteten die neugegründeten Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) verschiedene neue Autobuslinien ein und nutzten so die grosse Flexibilität dieses Verkehrsmittels. Eine der neuen Linien war die Linie 34. Von ihrem Ausgangspunkt beim Claraplatz aus erschloss sie das Hirzbrunnen-Quartier.
Autobuslinie 33
Aus der 1938 eingeführten Autobuslinie C wurde zehn Jahre später die Linie 33. An der Linienführung änderte sich vorerst nichts. Erst 1966 ersetzen die Autobusse des verlängerten 33ers auf dem Abschnitt Schützenhaus–Badischer Bahnhof die Trams des eingestellten westlichen Segments der einstigen Ringlinie 2.
Autobuslinie 31
Als letzte der drei Basler Trolleybuslinien 31, 33 und 34 stellten die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) am 30. Juni 2008 den bereits seit Jahrzehnten vom Claraplatz via Friedhof am Hörnli zur Habermatten zirkulierenden 31er auf Betrieb mit Autobussen um. Anlass dazu bildete – neben dem Grundsatzentscheid für eine Abkehr vom Trolleybusbetrieb – die wenig später erfolgte Verknüpfung der Linie 31 mit der Linie 38.





















